Der World Trade Center Anschlag 1993 – ein Inside Job?

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Am 26. Februar 1993 fuhr ein mit einer 700 kg schweren Harnstoffnitrat-Bombe beladener Truck in die Tiefgaragen und parkte auf Ebene B2 unter dem Nordtrum. Das Fahrzeug detonierte um 12:27 Uhr und sprengte ein riesiges Loch durch 4 Untergrund-Etagen, ließ den Turm oben jedoch unbeschädigt. Ziel war es den Nordturm durch Sprengung der untereren Stützpfeiler so zum Einsturz zu bringen, dass dieser auf den zweiten Turm fällt und zehtausende Todesopfer fordert. Dies schlug jedoch fehl, die Statik blieb ungerührt, sodass ‚nur‘ sechs Menschen getötet und über eintausend verletzt wurden, der Großteil davon durch einatmen des Rauchs der aus den unteren Etagen in das Gebäude stieg. Weitere 50.000 mussten evakuiert werden.

Der Anschlag wurde von einer Gruppe Terroristen geplant: Ramzi Yousef, Mahmud Abouhalima, Mohammad Salameh, Nidal A. Ayyad, Abdul Rahman Yasin, und Ahmed Ajaj. Finanzierung sollen von Khalid Sheikh Mohammed, Yousef’s Onkel, erhalten haben. Im März 1994 wurden die vier MännerAbouhalima, Ajaj, Ayyad, und Salameh verhaftet. Die Anklage enthielt Verschwörung, explosive Zerstörung von Eigentum und zwischenstaatlicher Transport von Sprengstoffen. Im November 1997 wurden zwei weitere verurteilt: Ramzi Yousef, der Vordenker hinter den Bombenanschlägen, und Eyad Ismoil, der den Lastwagen mit der Bombe fuhr.

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Die Bombe schlug ein riesen Loch durch vier Untergrundetagen.

Was war die Rolle des FBI?

Bis zudem heutigen Tage bleiben, bezüglich der Rolle des FBI’s bei dem Anschlag, einige Fragen offen. Kurz nach dem Anschlag wurde bekannt, dass das FBI einen Informanten hatte, ein ehemaliger ägyptischer Armee-Offizier namens Emad Salem, welcher Teil des Terrornetzwerkes war welches hinter den Anschlägen zu stecken schien. Salem warnte das FBI bereits seit Februar 1992 das der Plan bestünde eine Bombe zu bauen und das World Trade Center zu sprengen. Diese Warnung müsste es dem FBI ermöglicht haben den möglichen Attentäterkreis leicht einzuschränken. Salem sagt das das FBI dann plante durch Salem die Verschwörer mit ungefährlichem Pulver zu versorgen mit dem sie dann die Bombe bauen, statt mit echten Sprengstoff. Sie hatten jedoch dann plötzlich andere Pläne mit ihm. Salem nahm heimlich hunderte Stunden Telefongespräche mit seinen FBI-Handlern auf Band auf.

Im Oktober 1993 schrieb die New York Times einen Artikel mit dem Titel: “ Tapes Depict Proposal to Thwart Bomb Used in Trade Center Blast.“ In diesem Artikel berichtete die Times:

 „Den Beamten der Strafverfolgungsbehörden wurde mitgeteilt, dass Terroristen eine Bombe bauten, die schließlich dazu benutzt werden würde, das World Trade Center in die Luft zu sprengen, und sie planten, die Verschwörung zu vereiteln, indem sie heimlich die Sprengstoffe durch harmloses Pulver ersetzten, sagte ein Informant nach der Explosion. Der Informant sollte den Verschwörern beim Bau der Bombe und der Lieferung des gefälschten Pulvers geholfen haben, aber der Plan wurde von einem F.B.I Supervisor abgebrochen. Der Supervisor hatte andere Vorstellungen davon, wie der Informant Emad A. Salem verwendet werden sollte, sagte der Informant. „

Salem, ein ehemaliger ägyptischer Militäroffizier, wurde vom FBI rekrutiert, um eine extremistische muslimische Gruppe in der Gegend von New York zu infiltrieren, die schließlich das WTC im Jahr 1993 bombardierte. Nach dem Bombenanschlag begann Salem heimlich seine Gespräche mit dem FBI aufzunehmen, offenbar wegen seiner Frustration über das Versagen des FBI den Anschlag zu verhindern. Diese aufgenommenen Aufnahmen deuten darauf hin, dass das FBI über umfassende Kenntnisse der WTC-Bomben verfügte und in der Lage war, dies zu verhindern. Obwohl wann das FBI was genau wusste schwer zu sagen ist. In den Bändern scheinen FBI-Agenten, während sie mit Salem sprechen, ihr Versagen über die Verhinderung der Bombenangriffe auf Inkompetenz und Missmanagement des FBI‘s zu schieben.

Transkripte der Bänder zeigen viele Gespräche zwischen Salem und dem FBI-Agenten John Anticev. In einem Gespräch sagt Salem zu Anticev:

SALEM: Okay. Ich glaube nicht, dass es so war. Wenn es das ist was ihr denkt, Jungs, in Ordnung, aber ich glaube das nicht, weil wir bereits mit dem Bau der Bombe begonnen haben, die im World Trade Center hochgehen wird. Es wurde unter Aufsicht des FBI und des DA gebaut. Wir waren alle darüber informiert und wussten, dass die Bombe gebaut wurde. Von wem? Von Ihrem vertraulichen Informanten. Was für ein wunderbar toller Fall! Und dann steckte er seinen Kopf in den Sand. Ich sagte: „Oh, nein, nein, das stimmt nicht, er ist ein Hurensohn.“ (Tiefer Atemzug) Okay. Sie ist anders gebaut an einem anderen Ort und das wars.

FBI: Nein, treffen Sie keine vorschnellen Entscheidungen. Ich versuche nur so ehrlich wie möglich zu dir zu sein.

In anderen Gesprächen drückt Salem wiederholt Reue über die Bombenangriffe aus und beklagt sich über die schlechte Behandlung des Falls durch das FBI. Die New York Times berichtete:

 „Leugnen Sie, dass Ihr Vorgesetzter der Hauptgrund für die Bombardierung des World Trade Centers ist?“ Mr. Salem sagte, Mr. Anticev leugne es nicht. „Wir haben den Fall perfekt behandelt, bis der Vorgesetzte kam und es auf den Kopf stellte.“

Wie ebenfalls die NY Times berichtete, sagt ein anderer Agent, Nancy Floyd, zu Salem:

Hey, ich meine, es war nicht so, als hätten Sie es nicht versucht und ich es nicht versucht hätte.“ In einem offensichtlichen Hinweis auf die Beschwerden von Herrn Salem. Der Supervisor, Agent Floyd, fügt hinzu: „Man kann die Leute nicht zwingen, das Richtige zu tun.“

Darüber wurde sogar einmal in den TV-Nachrichten berichtet, danach jedoch mit keinem Wort mehr erwähnt, sodass es in der öffentlichen Diskussion schnell in Vergessenheit gerat. (Warum?)
Die Bänder bieten viele weitere Fälle, in denen Salem behauptet, das FBI habe von der Bombardierung gewusst und hätte es verhindern können, selbiges beschuldige jedoch einen ungenannten Supervisor, der den Angriff nicht verhindert habe. In einigen Fällen sagt Salem, ein FBI-Agent würde ihn davon abhalten, das FBI-Büro in Washington über die Aktivitäten von NYC zu informieren, weil das NYC-Büro dies nicht mögen würde. Zitat:

Ich denke nicht das die Leute von New York wollen das die Dinge aus den New Yorker Büros nach Washingtion D.C. gelangen.“ – Agent John Anticev

Salem war später ein zentraler Zeuge in dem Prozess gegen die wegen der Bombenanschläge verurteilten Männer. Die Verteidigung im WTC-Bombenanschlag behauptete, dass die Bänder von Salem Beweise für die Einklemmung des FBI zeigten. Zumindest zeichnen die Bänder das FBI als schwer fahrlässig in ihrem Umgang mit dem WTC-Terrornetzwerk.

Zwei Jahre später, 1995, packte ein Whistleblower , ein hochrangiger FBI-Laborleiter und Sprengstoff experte, aus – Frederic Whitehurst. Er erzählte von voreingenommenen Strafverfolgungspraktiken in dem FBI-Labor, welches unteranderem auch das 93er WTC-Attentat untersuchte.

Der Umgang mit den Beweisen im WTC-Bombenanschlag würde dank des Whistleblow-Experten und Sprengstoffexperten des FBI, Frederic Whitehurst, ebenfalls in Frage gestellt werden. Dank freigegebener Leistungsberichte wissen wir, dass das FBI Whitehurst sehr schätzte und er über wissenschaftliche Kenntnisse auf dem Gebiet der Sprengstoffrückstände verfügte, die in keinem anderen Labor möglich sind. Allerdings war Whitehurst dem FBI ein Dorn im Auge. In dem Fall der WTC-Bombardierung bezeugte Whitehurst 1995 vor Gericht, dass er von seinen Vorgesetzten angewiesen wurde, Erkenntnisse zu ignorieren, die die Theorie der Staatsanwaltschaft über die Bombardierung nicht unterstützten. Er sagte: „Es gab einen großen Druck auf mich, meine Interpretation an die Gewünschte anzupassen.“

Whitehursts Zeugenaussage aus dem Jahr 1995 führte schließlich zu einer Untersuchung des Justizministeriums. Was die Untersuchung ergab, veröffentlichte die Washington Post in einen 517 Seiten umfassenden Bericht über Fehlverhalten des FBI. Die Post berichtet:

    „Der Chef der Sprengstoffabteilung des Labors zum Beispiel ‚hat bei dem Bombenanschlag in Oklahoma City 1995 wiederholt Schlussfolgerungen gezogen, die die Angeklagten ohne wissenschaftliche Grundlage belasten‘ , schrieb Bromwich. Dem Leiter der Toxikologie mangelte es an Urteilsvermögen und Glaubwürdigkeit, und die Ergebnisse der OJ-Simpson-Untersuchung von 1994 wurden übertrieben. Nach dem Angriff auf das World Trade Center von 1993 arbeitete der zentrale Zeuge des FBI „rückwärts“ und passte seine Aussagen an, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Andere Agenten „erstellten“ Notizen für einen Versuch, änderten Berichte ohne Erlaubnis des Autors oder versäumten es, ihre Ergebnisse zu dokumentieren oder zu bestätigen. “

Die Konsequenzen von Whitehursts Whistleblowing gingen weit über den Fall des WTC hinaus. Für einen Großteil seiner 10-jährigen Karriere als Laborleiter hat er Beschwerden über die Laborpraktiken des FBI eingereicht. Im Jahr 2004 bezeugte er, dass ein von ihm ausgebildeter FBI-Forensiker, im Fall des Bombenanschlags von OKC unter Eid gelogen hat. Whitehurst gewann letztendlich eine Abfindung von 1,1 Millionen US-Dollar vom FBI, obwohl das FBI niemals Schuld oder Nachlässigkeit eingestand. Heute wird Whitehurst die Tatsache zugeschrieben, dass er das FBI-Labor aufgerüttelt und wesentliche Änderungen und verbesserte Laborprozesse erzwungen hat.

Ist das FBI also für die WTC-Bombardierung im Jahr 1993 verantwortlich? Bis zu einem gewissen Grad ja. Das FBI hatte einen perfekt in das terroristische Netzwerk eingebundenen Informanten, der den Bombenanschlag durchführte. Dieser Informant informierte das FBI darüber, dass Bombenanschläge im Gange waren und der Informant wusste, wer beteiligt war. Doch das FBI ließ den Ball bei der Überwachung des Terrornetzwerks entweder fahrlässig fallen oder ließ den Ball absichtlich fallen, vielleicht in der Hoffnung, mehr Beweise oder größere Fische zu sammeln. Erwähnenswert ist auch, dass 47 Boxen vor der WTC-Bombardierung ungeöffnet im Besitz des FBI standen; Boxen, die detaillierte Pläne für Terroranschläge auf Wahrzeichen von NYC hatten. Angeblich waren die Boxen ungeöffnet, weil das FBI-Büro in NYC niemanden hatte, der Arabisch lesen konnte. Der Umgang des FBI mit dem WTC-Bombenanschlag von 1993 weckt Erinnerungen an einen anderen FBI-Whistleblower, Coleen Rowley.

Rowley enthüllte, wie das FBI-Büro in DC ihr Büro in Minneapolis daran gehindert hat, einen der Männer zu untersuchen, der später verurteilt wurde und wegen seiner Rolle in 9/11 mehrere lebenslange Haftstrafen verbüßt. In beiden Fällen schien das FBI klaren Hinweisen zu Terroranschlägen den Rücken zu kehren. Vielleicht spielt das FBI ein Fangspiel und verliert. Vielleicht ist das FBI von zu viel Bürokratie überarbeitet und beschädigt. Oder vielleicht liegt die Antwort in der Warnung, die Rowley 2003 gegeben hat. Rowley warnte davor, dass das FBI nicht in der Lage sein wird, „die Flut des Terrorismus zu stoppen, der wahrscheinlich nach einem Angriff auf den Irak auf uns zukommen wird.“

Dann wär da noch Ted Gunderson, ehemaliger FBI Chief Agent, welcher in diesem interview mitteilt das es sich beim Wtc Bombing 1993, sowie Oklahoma City Bombing und 9/11, um ‚Inside Jobs‘ handelt. Auf jeden fall wert ganz angesehen zu werden.

Mohammed Salameh – Täter oder Sündenbock?

Whitehursts Aussage stellt außerdem die These der Staatsanwaltschaft in Frage, dass Harnstoffnitrat als Sprengstoff bei der Bombardierung verwendet wurde. Whitehurst sagte aus, es sei eine Zutat, die nur selten verwendet werde und die das FBI in einem Labor schwer erkennt. Die Staatsanwaltschaft behauptete, Spuren von Harnstoffnitrat seien im Besitz eines Mannes gefunden worden, der einen Lieferwagen gemietet habe, der nach Ansicht der Staatsanwaltschaft die WTC-Bombe transportierte. Seltsamerweise kehrte der Mann, Mohammad Salameh, der den Van bei ‚Ryders‘ gemietet hatte, trotz der bekannten Art der Bombenangriffe zweimal in das Vermietungszentrum zurück, um seine Einzahlung zu verlangen. Er kehrte einmal vor der Bombardierung zurück und einmal danach, um zu melden, dass sein Lieferwagen gestohlen wurde und um die Kaution zu bitten. Auf Ersuchen des Mietzentrums reichte er sogar einen Polizeibericht ein. Klingt das nach jemandem der gerade das WTC gesprengt hat? Kurz nach der Bombardierung verfolgte die Polizei eine in den Trümmern gefundene Fahrgestellnummer von dem Mietauto von Salameh. Die Polizei lockte ihn dann ein drittes Mal in das Mietzentrum und brachte bei dieser dritten Gelegenheit seine Mietpapiere mit, die laut Angaben der Staatsanwaltschaft Spuren von Harnstoffnitrat enthielten. Die Medien wurden informiert und ein Nachrichtensprecher kommentierte sogar tatsächlich, dass Salameh, aufgrund seiner vollständigen Verwirrung über die Verhaftung zu urteilen nach, wie ein Patsy aussah. Und in der Tat, es wirkt so als ob Salameh ein Vorgeschobener Sündenbock ist (patsy). Eine vom Militär und der CIA häufig eingesetzte Taktik bei Geheimoperationen.

Whitehursts Zeugenaussage stellte ebenfalls diese Geschichte in Frage, indem er zeigte, dass Harnstoffnitrat keine übliche Zutat für eine Bombe war, und wie bereits erwähnt die beunruhigenden Laborpraktiken des FBI bezeugte.

Die Frage muss hier gestellt werden: Wenn Salameh an dem Bombenanschlag beteiligt gewesen wäre, wäre er wirklich so naiv genug gewesen, die Identität des Büromieters und die Adressinformationen für den Mietwagen anzugeben – was er getan hat – und dann versuchen, nach der Explosion seine Kaution zurückzuholen? Und würde er so schwachsinnig sein, sich innerhalb einer Meile von einem Polizeibeamten aufzuhalten, und sogar das Auto als gestohlenen zu melden, wenn er gewusst hätte das dies bei einem Bombenanschlag benutzt wurde? Abgesehn davon, wäre er wirklich der Attentäter, hätte er dann nicht einfach einen Wagen gestohlen, statt einen zu mieten? Und wäre er nicht nach der Explosion geflüchtet?

Auf den ersten Blick passt davon nichts zusammen; da muss mehr dran sein. Und in der Tat ist es das. Salameh gab als Adresse und Telefonnummer für den Ryder-Papierkram die einer Wohnung in Jersey City an. Die Wohnung wurde von einer Josie Hadas gemietet, einer Israeli, die als Salamehs „Vermieterin und Chefin“ bezeichnet wird. In dieser Wohnung behauptete das FBI, ein Brief an Salameh und elektronische Geräte und Werkzeuge gefunden zu haben, in dem „auf die Anwesenheit eines Bombenmachers hingewiesen wurde“. Salameh lebte aber tatsächlich in einer anderen Wohnung im selben Block, doch es wurde dort nichts Ungewöhnliches gefunden.

In einem Artikel über die Bombardierung vom Guardian Weekly am 14. März 1993 wurde über Josie Hadas der Verdacht erhoben: Sie sei „wahrscheinlich eine Mossad-Agentin“. Die meisten Medien schwiegen jedoch über Frau Hadas, die nie verfolgt, gefasst und in das Verbrechen verwickelt wurde.

Nach der Festnahme von Salameh behauptete die Polizei, dass sie die Akten eines Vermietungsunternehmens durchsucht und eine Aufzeichnung gefunden haben, die Salameh mit einer Mietunterkunft in Verbindung bringt. Bei der Durchsuchung fanden sie Chemikalien und Ausrüstung für die Bombenherstellung. Diese wichtigen Beweise zerstörten sie „aus Sicherheitsgründen“.

Salameh gab zu, dass er tatsächlich in der Unterkunft gearbeitet hatte, behauptete jedoch, er habe keine Sprengstoffe gebraut, sondern Shampoo. Die New York Times berichtete, entdeckt zu haben, dass Chemikalien, die für die Mietunterkunft bestellt wurden, tatsächlich übliche Reinigungsmittel seien.

Salamehs Verhaftung führte die Ermittler zur Verhaftung von drei weiteren Verdächtigen: dem ägyptischen Taxifahrer Mahmud Abouhalima (34), einem palästinensischen Chemieingenieur und Freund von Salameh, Nidal Ayyad (25) und dem Palästinenser Ahmed Ajaj (27), der damals etwas unpassend , zur Zeit des Anschlags 6 Monate in einem US-Gefängnis war wegen einer Passverletzung.

Der Pakistaner Ramzi Yousef (25) und der Jordanier Eyad Ismoil (22) standen ebenfalls auf der Fahndungsliste des FBI, beide waren jedoch am Tag der Bombenangriffe aus dem Land geflüchtet.

Ein siebter Verdächtiger, der Amerikaner Abdul Yasin (33), wurde am Tag der Festnahme von Salameh vom FBI aufgegriffen und gab sehr kooperativ Auskunft darüber, wo und wie die Bombe hergestellt wurde, wie die Namen und Adressen der anderen sind. Seltsamerweise entließ das FBI ihn und er floh prompt in den Irak. Er steht weiterhin auf der Liste der meistgesuchten Terroristen des FBI mit einem Kopfgeld von 5 Millionen US-Dollar.
Die „Siebenköpfige Bande‘ des WTC-Anschlags vom 93.

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Die 7 Attentäter des Anschlags.

Drei Prozesse waren notwendig, um alle Verschwörer vor Gericht zu stellen. Salameh und die anderen drei Verhafteten wurden im Oktober 1993 vor Gericht gestellt und verurteilt. Yousef und Ismoil wurden schließlich im November 1997 gefangengenommen, ausgeliefert und verurteilt. Jeder wurde zu 240 Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt.

Der Prozess vom ‚Blinden Scheich‘ Rahman im Oktober 1995 war jedoch anders. Er wurde nicht wegen direkter Beteiligung an den Bombenangriffen verurteilt, sondern wegen „schwerwiegender Verschwörung“, einer geheimen gerichtlichen Anklage, die lediglich die Planung eines Verbrechens vorsieht welches jedoch nicht unbedingt versucht wird. Ein radikaler Islamist, der in New Yorker Moscheen predigte, an denen andere Verschwörer teilnahmen, wurde verurteilt, weil er nicht nur den Angriff des WTC geplant hatte, sondern auch die (vereitelten) Bombenanschläge auf die Vereinten Nationen, das FBI-Hauptquartier, die Lincoln- und Holland-Tunnel und eine Brücke, die New Jersey mit Manhattan verbindet – alles am selben Tag! Er wurde zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt.
Hat die CIA einen bekannten Terroristen absichtlich „importiert“?

Rahman trat 1990 in die USA ein. Dass er dies durfte, ist zutiefst besorgniserregend. Zu dieser Zeit war er Anführer einer ägyptischen Dschihad-Organisation und hatte Verbindungen zu Ayman al-Zawahiri, der später Osama Bin Laden als Al-Qaida-Anführer folgte. Darüber hinaus hatte er drei Jahre in ägyptischen Gefängnissen verbracht und darauf gewartet verurteilt zu werden, weil er eine Fatwa herausgegeben hatte, die 1981 zur Ermordung des ägyptischen Ministerpräsidenten Anwar Sadat führte. Mit sehr gutem Grund stand er auf der Terroristenliste der USA.

Warum in aller Welt wurde er ins Land gelassen? Nach dem WTC-Bombenangriff stellte sich heraus, dass er die meisten seiner Visa-Genehmigungen von der CIA erhielt. Die ägyptischen Beamten bestätigten, dass die CIA ihm tatsächlich geholfen hat.

Laut dem Politiker und Aktivisten Joe Calhoun standen alle Attentäter des Anschlags auf einer Gehaltliste der CIA in Afghanistan. Agentin Nacy Floyd bestätigte dies und sagt dass einige der Terroristen von der CIA ausgebildet wurden um im Afghanistan-Krieg zu kämpfen. Desweiteren gab die CIA teilweise zu Verantwortlich für den Anschlag zu sein. Ron Kuby, Verteidungsanwalt sagte mit Bezug auf den WTC-Anschlag 93:

„Die Hintermänner [des WTC-Anschlags 1993] sind die Regierung der Vereinigten Staaten. Es war von Anfang an eine faule Regierungs-konstruierte Verschwörung. Es wäre nie zu etwas gekommen wenn die Regierung es nicht geplant hätte.“

Hatte die CIA eine verborgene Agenda, um Dschihadisten in die USA zu importieren? Wenn dies der Fall war, funktionierte der Plan: Das 93er WTC Anschlag markierte nachdrücklich den Beginn des heimischen „War on Terror“: Ein Weckruf an die Amerikaner, dass sie auf ihrem eigenen Boden nicht mehr sicher seien

Explosive Beweise für FBI-Kollusion

Ungefähr zu der Zeit, als Rahman in die USA kam, wurde Emad Salem, ein Oberst im ägyptischen Geheimdienst mit Erfahrung im Bombenbau, als Maulwurf im Kreis des ‚blinden Scheichs‘ eingesetzt und wurde Informant für das FBI.

Salem wurde aufgefordert, Rahman und seine Anhänger zu erbitternden Aktivitäten zu ermutigen und zu verwickeln und ein verstecktes Mikrofon zu verwenden, um ihre Gespräche aufzuzeichnen. Er schlängelte sich in das Vertrauen Rahmans, wurde sein Leibwächter und nutzte seinen Draht zu ihm sehr effektiv. Seine Aufnahmen halfen Rahman und seinen neun Mitverschwörern, die Bomben bauten, um die Wahrzeichen von New York in die Luft zu jagen.

Aber was Salems FBI-Handler nicht wussten, war, dass er auch seine Gespräche mit ihnen aufzeichnete – Hunderte von Stunden. Und als die Transkripte veröffentlicht wurden, erwiesen sie sich als fast so explosiv wie der WTC-Sprengsatz. Wie die New York Times berichtete, enthüllten die Transkripte, dass das FBI zwar wusste, dass die Terroristen den Angriff des WTC planen und die Bombe bauten, aber ihr Plan, die Verschwörung durch heimliches Ersetzen der Sprengstoffe durch ein „harmloses Pulver“ zu verhindern, wurde unerklärlicher Weise von einem FBI-Supervisor auf Eis gelegt. Es war, als hätte das FBI den Angriff verhindern und alle Täter verhaften können, sich jedoch bewusst dagegen entschied, wie dieser Videoclip bestätigt:

Unlautere Verweigerung von belastenden FBI-Beweisen

Wie zu erwarten war, wurden die geheimen Audioaufnahmen von Salem vom Richter im Prozess gegen den „blinden Scheich“ als Anklagebeweis zugelassen. Ein geheimes Video zeigte Verschwörer, die tatsächlich eine Bombe machten. Man könnte auch erwarten, dass Salems Aufnahmen als Beweis für die Verteidigung im Prozess gegen Salameh et al. Zugelassen wurden.

Aber nein. In einer eklatanten Demonstration gerichtlicher Unfairness, wie der Anwalt von Mohammad Salameh, Robert Precht, im obigen Clip bestätigte, wurde der Verteidigung der Zugang zu ihnen verweigert.

Dies war nur ein Beispiel für die gerichtlichen Ungleichheiten, mit denen die Angeklagten konfrontiert waren. Tatsächlich fühlte sich Precht dazu gezwungen, ein Buch über den Prozess zu schreiben, um sie zu entlarven:

Verteidigung von Mohammad: Gerechtigkeit vor Gericht.“

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Precht erzählt, wie der Richter entschlossen war, Schuldsprüche zu bekommen; wie offen die Vorurteile des Gerichts zugunsten der Staatsanwaltschaft waren:

Den vier Angeklagten wurde die Vertretung durch einen entsprechend erfahrenen Anwalt verweigert. Sie mussten mit unerfahrenen Anwälten (ohne Anklage) rechnen, denen das Gericht nicht einmal Kosten auferlegen würde. Precht selbst war nur ein öffentlicher Verteidiger der Legal Aid Society in New York.


-Der Richter ordnete außerordentliche Strafen für eventuelle Lecks aus dem Prozess an, wendete sie jedoch nur zur Verteidigung an.
-Das Gericht versteckte die Ausweise einer Reihe von Personen, die den Bombenanschlag begünstigten.
-Das FBI bestach einen Zeugen, um für die Anklage auszusagen.
-Der Sachverständige des FBI über die Sprengvorrichtung durfte falsche Beweise vorlegen.
-Die Aufnahmen von Salem wurden nie mit einbezogen und auch nicht die Quelle der Finanzierung der Mietunterkunft.

Der Prozess hat gezeigt, wie unzureichend die Justiz für muslimische Terroristen sein kann. Es gab praktisch keine harten Beweise gegen die vier Angeklagten – sie hatten nicht die Motive oder Mittel, um eine solche Verschwörung durchzuführen – und, wie Robert Precht dokumentierte, wurde das System für ein faires Verfahren manipuliert.

Ignoriertes Vorwissen. CIA finanzierte Terroristen. Unter Druck gesetzte FBI-Laboranten. Unterschlagene Beweise. Vorgeschobene Sündenböcke. Nicht weiter Untersuchte Hinweise auf Hintermänner. Unfaire Prozesse. Und Medien die mitspielen.

Aus Sicht eines Verschwörungsanalytikers ist es schwer, die WTC-Bombardierung von 1993 nicht als Erfolg für die Regierung anzusehen. Nach der Auflösung der Sowjetunion im Dezember 1991 und dem Ende des Kalten Krieges musste der militärisch-industrielle Komplex einen neuen Feind kultivieren, um seine langfristige Finanzierung sicherzustellen. Der „Krieg gegen den Terror“ mit seinem amorphen, schwer zu findenden Feind würde gut funktionieren. Und das Sahnehäubchen? Eine plausible Entschuldigung für die Verabschiedung einer neuen Anti-Terror-Gesetzgebung zur Stärkung der Polizeibefugnisse und zur Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten.
Der erste Angriff auf das World Trade Center könnte durchaus den Anstoß für den zweiten gegeben haben, und war somit die Geburt des gut funktionierenden False-Flag-Terrorismus der bis heute anhält.

2 Kommentare zu „Der World Trade Center Anschlag 1993 – ein Inside Job?

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